Archiv der Kategorie: Wochenendküche

Cevapcici

Cevapcici schmecken nicht nur vom Grill sondern auch mal so zwischendurch aus der Pfanne. In dieser Variante sind frische Paprika und etwas Ajvar darin enthalten. Die Hackfleischröllchen sind wirklich ganz schnell selbst gemacht und perfekt dazu passen Pommes oder Kartoffeln. Bei diesem Gericht bekommt man Fernweh und könnte direkt in die Urlaubsplanung einsteigen, wenn diese für 2015 nicht schon vorläufig abgeschlossen ist. Steht Dein Urlaub auch schon? Falls nicht, lass dich bei dem Essen inspirieren.

 Cevapcici

Zutaten:
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund frische Petersilie
100 g Zwiebeln
50 g rote Paprika
50 g Ajvar
400 g Hackfleisch gemischt
2 EL Paprikapulver
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
50 g Paniermehl

2 EL Butterschmalz

Zubereitung:
– Zuerst werden der geschälte Knoblauch und die abgezupften Petersilienblätter im Thermomix auf Stufe 8 für 3 Sekunden zerkleinert.
– Dann die geschälten und geviertelten Zwiebeln und die paprika in den Mixtopf geben und 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern.
– Nun das Hackfleisch, das Ajvar, das Paniermehl und die Gewürze hinzugeben und 30 Sekunden im Rückwärtslauf auf Stufe 3 vermischen.
– Die fertig gemischte Masse in kleine daumendicke Röllchen portionieren.
– Das Butterschmalz in eine Pfanne geben und erhitzen.
– Die Cevapcici dann in dem Fett braten und mit der gewünschten Beilage servieren.

Spätzle

Vom Familienessen und den damit verbundenen Mengen habe ich Dir ja schon erzählt. Heute möchte ich Dir noch unser Rezept für die Spätzle vorstellen. Wir haben die Spätzle auf zweimal zubereitet, da der Teig einerseits nicht so lange stehen soll und wir so auch die benötigte Menge besser abschätzen konnten. Da der Teig auf zweimal zubereitet wurde, haben wir auch verschiedene Mehlzusammensetzungen ausprobiert, und mit Hartweizengries ließen sich die Spätzle besser verarbeiten – dies aber nur am Rande. Die Zubereitung mit Grießler oder normalen Weizenmehl Typ 405 funktioniert genauso. Den Teig haben wir im Thermomix zubereitet, da wir uns hier das „Schlagen“ des Teiges sparen. Wir reiben die Spätzle in den Topf, das machen wir mit einer Spätzleria von Tupperware, die wirklich 1 a funktioniert – die können wir nur jedem empfehlen.

Spätzle

Zutaten:
500 g Weizendunst / Weizengrießler
250 g Dinkeldunst
250 g Hartweizengrieß
10 Eier
400 g Mineralwasser
2 TL Salz

Zubereitung:
– Zuerst wird ein großer Topf mit Wasser auf den Ofen gestellt und dieses zum Kochen gebracht. Bitte auch eine Schaumkelle und eine Schüssel bereit stellen, mit welcher die fertigen Spätzle abgeschöpft werden können.
– Es werden alle Zutaten in den Mixtopf des Thermomixes gegeben. Diese werden dann in 2 1/2 Minuten auf der Knetstufe zu einem schönen luftigen Teig verarbeitet.
– Der Teig wird portionsweise in den Topf mit sprudelnden Salzwasser gepresst oder geschabt. Sobald diese an der Oberfläche schwimmen, werden die Spätzle abgeschöpft.
– Der Vorgang wird solange wiederholt bis der ganze Teig verarbeitet ist.

– Die Spätzle können nun pur zum Hauptgang serviert werden oder man verarbeitet diese zu Käsespätzle etc.
– Wir haben die Spätzle dann in Butter leicht braun angebraten und serviert.

Kartoffelgratin

Wir hatten am Wochenende ein großes Familienessen mit 17 Personen. Hier war wirklich einiges geboten. Für so viele Leute kann eine Person alleine ja schon gar nicht mehr kochen, so haben sich meine Tante und ich uns aufgeteilt. Sie hat das Fleisch (Hasenbraten), die Soße, das Gemüse (Bohnengemüse mit Speck) und einen Kuchen (Nussecken) zubereitet und ich bzw. wir haben uns um die Beilagen (Spätzle und Kartoffelgratin) sowie das alternative Fleischgericht (Gulasch) und einen weiteren Kuchen gekümmert. Die Tante kam eine 3/4 Stunde bevor zum Essen eingeladen war mit dem warmen Essen, was wir bei uns dann nochmals auf den Ofen getan haben zum warmhalten.
Zudem haben wir den Platz gestellt, da wir mit unserer großen offenen Küche und den beiden großen Tischen diejenigen sind, welche den meisten Platz haben. Es hat alles super geklappt und es wurde fast alles aufgegessen, was uns beide sehr gefreut hat.

In meinen beiden nächsten Posts möchte ich Dir kurz die Beilagen vorstellen. Damit Du kurz ein Gespür für die Mengen bekommst, wir haben aus 10 Eiern und einem Kilo Mehl die Spätzle zubereitet und für das Kartoffelgratin habe ich 2 kg Kartoffeln geschält und gehobelt.

Heute gibt es nun erstmal das Kartoffelgratin.

Kartoffelgratin

Zutaten:
2 kg festkochende Kartoffeln
800 ml Sahne
1 TL Pfeffer gemahlen
3 TL Salz
1 TL Paprika
2 Prisen Muskatnus
2 EL Butter
3 mittler Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
150 g Käse (Emmentaler gerieben)

Ofeneinstellung:
160 °C Umluft

Backzeit:
60 Minuten + 10 Minuten Ruhezeit

Zubereitung:
– Zuerst werden die Kartoffeln geschält und dann in dünne Scheiben gehobelt oder geschnitten. Ich habe einen Gurkenhobel verwendet, dies klappt wunderbar.
– Den Ofen auf 160 °C Umluft vorheizen.
– Dann werden die Auflaufformen (in meinem Fall 2 Stück) mit der Butter eingestrichen.
– Anschließend die Kartoffelscheiben darin verteilen.
– Nun die Sahne mit den Gewürzen (Pfeffer, Salz, Paprika. Muskatnus) würzen.
– Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und kleinschneiden. Beides in die Sahne geben. Die Sahne gut aufrühren und dann über die vorbereiteten Kartoffeln gießen.
– Nun noch den Käse über das Gratin reiben und dann die beiden Auflaufformen mit Alufolie abdecken.
– Das Gratin 50 Minuten backen, dann die Alufolie abnehmen und die zehn Minuten noch fertig backen lassen.
– Den Ofen ausschalten und das Gratin noch weitere zehn Minuten ziehen lassen, damit die Kartoffeln die Flüssigkeit aufsaugen.
– Das Gratin dann heiß servieren.

Welche Beilage bereitest Du für eine größere Menge an Leuten zu, wenn Du diese bewirtest? Hast Du hier einen Tipp für mich?

Semmelknödel

Ein Semmelknödel gehört zu Bayern genauso wie die Maß Bier. Aber in beiden Kategorien gibt es gewaltige Unterschiede und daher kommt es halt auf das gewisse Etwas an.
Ich persönlich mag ja meinen Semmelknödel am liebsten ohne Zwiebeln und ohne Petersilie und auch schön hart -aber da gehen die Geschmäcker halt auseinander. Mein Mann ißt seinen Knödel am Liebsten nämlich mit Petersilie, mit Zwiebeln und auch relativ weich. Ich habe heute ein Rezept was die Mitte vereint. Das Grundrezept habe ich aus dem Buch „Servus Bayern – So schmeckt`s dahoam“ von Monika Schuster und Anna Cavelius (GU-Verlag, ISBN 978-3-8338-2631-3).
Was unseren Knödel ausmacht ist das etwas körnige, welches durch die Resteverwertung von nicht mehr gegessenen Brot zustande kommt. Wenn bei uns Brot oder auch Semmeln übrig bleiben, werden diese angetrocknet und dann mit der Brotmaschine in dünne Scheiben geschnitten und anschließend eingefroren.
Heute waren wir mal wieder mehr Leute beim Essen (10 Personen) und es gab einen ordentlichen Schweinekrustenbraten mit Semmelknödel. Hierfür möchte ich Dir nun das Rezept vorstellen.

Semmelknödel

Zutaten:
750 g Knödelbrot
2 TL Salz
1 TL Pfeffer
Muskatnuss
450 g Milch
2 EL Butter
2 Zwiebeln
2 EL Petersilie TK
10 Eier
evtl. Semmelbrösel

Zubereitung:
– Das Knödelbrot wird in eine große Schüssel gegeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt.
– Nun die Milch erwärmen und lauwarm über das Knödelbrot gießen – anschließend für 5 Minuten ziehen lassen.
– In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und mit dem Zwiebelhacker zerkleinern.
– Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten.
– Die Petersilie zu den Zwiebeln geben und vermischen.
– Die Eier in einem tiefen Teller aufschlagen und verquirlen.
– Die Zwiebel-Petersilien-Mischung wird nun mit den verquirlten Ei über das Knödelbrot gegeben und anschließend mit der Hand alles vermengt und durchgeknetet. Sollte der Teig noch zu weich sein und an den Händen kleben bleiben, mit etwas Semmelbrösel vermengen, so dass der Teig dicker wird.
– Den Knödelteig nun 10 Minuten quellen lassen.
– In der Zwischenzeit schon mal zwei große Töpfe mit Wasser aufstellen.
– Die Knödel werden nun mit kalt angefeuchteten Händen gedreht. Mit den genannten Mengen sind es bei mir 20 Knödel geworden.
– Sobald das Wasser kocht, dieses salzen und dann die Knödel nach und nach hineingeben.
– Die Knödel müssen einmal aufkochen, bis diese an der Oberfläche schwimmen.
– Ich habe meine Töpfe dann auf den Holzofen rüber genommen, so dass die Knödel dort für 25 Minuten ziehen konnten.
– Die Knödel dann mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und gut abtropfen lassen, bevor diese auf einer Platte angerichtet werden.

Ich finde Knödel sind immer eine gute Beilage und gerade für mehr Personen sind sie eigentlich schnell zubereitet.

Geschnetzeltes in Honig-Senf-Soße

Mein Thermomix ist bei uns ja regelmäßig im Einsatz. Ich weiß, damit spalte ich die Nation. Aber auch daraus kann man wunderbare Hauptgerichte zaubern, welche ich Dir nicht vorenthalten möchte. Solltest Du es nachkochen wollen und keinen kleinen Wunderkessel in deiner Küche stehen haben, ist die Zubereitung einfach auf ein Geschnetzeltes in gewohnter Art und Weise zu übertragen.

Geschnetzeltes in Honig-Senf-Soße

Zutaten:
500 g Schnitzelfleisch vom Schwein
3 Zwiebeln
20 g Öl
2 rote Paprika
400 g Sahne
4 EL mittelscharfer Senf
4 EL Honig
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
2 TL Speisestärke

Zubereitung:
– Zuerst wird das Fleisch in längliche Streifen geschnitten.
– Dann die Paprika in kleine Rechtecke schneiden.
– Die Zwiebeln schälen, viertel und dann im Mixtopf 5 Sekunden, Stufe 5 zerkleinern. Mit dem Spatel diese nach unten schieben.
– Das Öl hinzugeben und für 2:30 Minuten, Varoma, Stufe 1 andünsten.
– Das Fleisch dazugeben und auch dieses innerhalb von 7 Minuten, Varoma, Linkslauf und der Sanftrührstufe andünsten.
– Während des andünstens über die Öffnung im Deckel das Salz und den Pfeffer zum Fleisch geben und es dadurch würzen.
– Nun die restliche Zutaten (Paprika, Sahne, Senf, Honig) dazu geben und 30 Minuten, auf 100° C im Linkslauf und der Sanftrührstufe kochen lassen.
– Zum Abschluss noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei Bedarf zum Abbinden der Soße noch mit etwas Speisestärke andicken.

Ich muss sagen, es war schon sehr lecker, allerdings habe ich mir gerade beim Aufschreiben gedacht, ob ich nicht das nächste mal evtl. noch Pfirsich mit hineingebe.
Als Beilage gab es Spätzle, ich kann mir das Gericht aber auch gut mit Reis vorstellen.

Ich wünsche einen guten Appetit und gutes Gelingen

Bandnudeln selbstgemacht

Hast Du schon mal Nudeln oder Pasta selbstgemacht? Falls nicht, möchte ich Dir heute die Scheu davor nehmen, da frische Nudeln wirklich ganz schnell zubereitet sind. In meinem Augen das wichtigste ist in Zusammenhang mit der Pastaherstellung das Mehl. Mein Mehl hole ich von einer örtlichen Mühle, der Drax Mühle. Für die Nudeln verwende ich Dunst aus Weizen und Dinkel. Du wirst Dich jetzt fragen, was ist Dunst. Dunst ist gleichzusetzen mit Grießler oder dem Spätzlemehl und gehört zur Gruppe des Weizenmehl Typ 405 bzw. Dinkelmehl Typ 630.

Pasta selbermachen

Frische Nudeln selbstgemacht

Zu meinen Küchengeräten zählt schon lange eine Pastamaschine, welche ich auch gerne im Einsatz habe, egal ob Lasagneplatten geformt werden oder ob es doch dann Bandnudeln oder Spaghetti werden. Was ich noch erwähnen sollte ist, dass das Durchdrehen durch die Pastamaschine zu zweit wesentlich einfach geht als wenn man alleine hier rumwerkelt.

Pasta – Grundteig

Zutaten:
150 g Weizendunst
250 g Dinkeldunst
4 Eier
40 g Olivenöl
1 TL Salz

Zubereitung:
– Es wird zuerst das Mehl in eine Schüssel gegeben.
– In eine Mulde werden die Eier geschlagen und das Öl hineingegossen.
– Nun noch das Salz darüberstreuen und dann knetet die Küchenmaschine oder von Hand in etwa für 6 – 8 Minuten.
– Der Teig sollte glatt und leicht glänzend sein.
– Den Teigling nun in Frischhaltefolie oder in einen Gefrierbeutel geben und bei Raumtemperatur für eine halbe Stunde entspannen lassen.

– Nach der Ruhezeit wird der Teig geviertelt und weiter verarbeitet.
– Zuerst werden aus dem Teig sogenannte Platten gewalzt. Solltest Du keine Nudelmaschine zuhause haben, kannst Du dies auch mit dem Nudelholz machen.
– Die fertigen Platten mit Mehl bestreuen, damit diese nicht zusammenkleben. Ich empfehle zuerst den Teig zu Platten zu verarbeiten und dann abschließend in die gewünschte Form zu bringen z. B. Bandnudeln. Dadurch trocknet der Teig etwas an und es bleibt in der Nudelmaschine nichts kleben.
– Nun die ausgewählte Walze einsetzen und die vorbereiteten Platten verarbeiten. Hier empfiehlt es sich, dass eine Person die Pastamaschine ankurbelt und der zweite fängt die geschnittenen Nudeln auf und gibt diese zum Trocknen.
– Die Nudeln brauchen für die Vorratshaltung ein paar Tage zum Austrocken, dann kann man diese ca. 2 Monate luftdicht lagern.

Ich wünsche ein gutes Gelingen der selbstgemachten Pasta und hoffe dass Du es mal ausprobierst. Du wirst den Unterschied schmecken und schon bald keine gekauften Nudeln mehr essen wollen.

Grüße aus der Küche.

Weihnachtsmenü

Hallo

ich hoffe Du hattest auch so ein schönes Weihnachtsfest wie ich. Bei uns ist die Familie meines Mannes zu Gast gewesen. Wir waren acht Leute und haben uns so richtig mit einem dreigängigen Menü verwöhnt, welches sich gut vorbereiten lies. Als Abschluss des Tages gab es dann noch leckeren Punsch und Pralinen. Als Wein wurde zum Menü ein Sembro aus 2013 gereicht.

 

Unser Menü

 

Amuse Gueule

selbstgemachter Fladen mit Olivenöl und Fleur de Sel

Vorspeise

Forellenmousse mit grünem Salat, gebratenen Pilzen und gerösteten Mandeln

Hauptgang

Rinderrouladen mit Kartoffel-Sellerie-Püree und Speckbohnen

Nachspeise

selbstgemachtes Schokoladeneis mit karamellisierten Grand Manier-Orangen

selbstgemachter Glühwein
Punsch
Christstollen
3-erlei Pralinen

Weinbegleitung

Sembro, Jahrgang 2013

So, das war das Menü. Die Rezepte werde ich Dir so nach und nach vorstellen.
Ich freue mich, zu erfahren, was es bei Dir gab.

Bis dahin noch schöne Weihnachtsfeiertage.

Grüße aus der (heute geschlossenen) Küche.

Ente aus dem Kugelgrill

Heute möchte ich Euch kurz vorstellen, wie wir am Wochenende unsere Ente vom Grill zubereitet haben.

 

Entenbraten

Ente frisch aus dem Kugelgrill

 

Es handelt sich dabei um ein Tiefkühlprodukt, welches ich am Samstag morgen gekauft und ab diesen Zeitpunkt auftauen habe lassen. Am Sonntag wurde die Ente dann morgens auf Zimmertemperatur gebracht und eingewürzt mit einer Mischung aus:

– Rosmarin

– Thymian

– Salz

– Pfeffer

– Paprika

Gefüllt wurde die Ente mit Äpfeln. Die Flügel wurden an den Körper gebunden und auch Haxn wurden zusammengebunden, so dass diese sehr kompakt war und gleichmäßig auf den Spieß gedreht wurde.

Wie schon erwähnt, wurde die Ente dann aufgespießt und in den vorbereiteten Kugelgrill mit den glühenden Briketts gehängt. Die Ente war eine knappe Stunde darin schon am brutzeln, als wir in die Auffangschale geschälte und geviertelte Kartoffeln und Zwiebeln als Beilage gegeben haben. Das Mittagessen wurde dann noch eine halbe Stunde gegrillt bevor es fertig war und zerlegt wurde.

Geschmeckt hat es hervorragend und es ist wieder mal ein Beweis, Grillen geht das ganze Jahr.

 

Ente im Kugelgrill

Ente geviertelt mit Kartoffeln aus dem Grill

Wochenendküche – Sauerbraten vom Reh

Heute möchte ich Dir wieder mal ein Rezept aus meiner Wochenendküche vorstellen. Dieses Wochenende gab es etwas typisches für den Herbst, denn ich finde in dieser Jahreszeit schmeckt Wild ganz besonders gut. Noch dazu wenn man weiß, woher das Wild ist. In unserem Fall kam es vom Onkel, der es selbst erlegt hat.

Wir bekamen einen Rehschlegel, welcher zu dem Sauerbraten verarbeitet wurde. Es war mein erster Schlegel, den ich selbst ausgelöst habe und ja darauf bin ich schon stolz. Ich muss sagen, ich habe mich auch gar nicht so dumm angestellt. Geholfen hat mir dabei ein Buch, welches ich vergangenes Jahr zu Weihnachten bekam. In dem Buch „Das große Buch vom Fleisch“ aus dem Verlag Teubner ist wirklich jeder Schritt detailiert beschrieben und bebildert gewesen, allerdings für eine Lammkeule. Wobei ich davon ausgegangen bin, dass diese nicht so unterschiedlich sein durften und wie sich hinterher rausgestellt hat, auch nicht waren.

Für dieses Gericht sprachen aus meiner Sicht mehrere Dinge. Zum Einen dass ich vergangene Woche Urlaub hatte, und so auch Zeit den Schlegel auszulösen und die Beize anzusetzen und dass am Wochenende mal nichts anstand, und wir so ein Familienessen organisieren konnten, denn ein Schlegel für zwei Personen ist eindeutig zu viel.

Jetzt habe ich genug erzählt zum Was und Warum, Du bist bestimmt schon gespannt auf das Wie. Daher nachfolgend das Rezept.


Sauerbraten vom Reh



Zutaten:

150 g Karotten geputzt
100 g Petersilienwurzel geputzt
100 g Knollensellerie geputzt
50 g Lauch
1 Knoblauchzehe

10 Wacholderbeeren
8 Pimentkörner
10 schwarze Pfefferkörner
1 TL Zimt gemahlen
4 Nelken
2 Lorbeerblätter
5 Stiele Thymian

750 ml trockener Rotwein
250 ml Balsamico rot

1,3 kg ausgelöster Rehschlegel
Salz
Pfeffer
2 EL Butterschmalz
1 EL Paprikamark
250 ml Rinderfond
150 ml Wasser


Schmorzeit:

2 Stunden


Ofeneinstellung:

180 °C Ober-/Unterhitze

Zubereitung:
– Zuerst wird das Wurzelgemüse geschält, geputzt und in grobe Würfel geschnitten. Dieses dann in einen großen Bräter mit Deckel umfüllen.
– Den Knoblauch auch schälen und nur andrücken.
– Die Gewürze im Mörser anstoßen und gemeinsam mit dem Knoblauch in einen Teefilter füllen. Den Tymian von den Stielen nehmen und auch in den Beutel mit den restlichen Gewürzen geben. Diesen Teebeutel gut verschließen und auch zu dem Wurzelgemüse in den Bräter geben.
– Anschließend das Gemüse mit dem Wein und den Balsamico auffüllen.
– Die ausgelöste Rehkeule / den ausgelöste Rehschlegel mit einem Wurstgarn fest zu einem gleichmäßigen Braten schnüren und in den Sud legen.
– Den Bräter verschließen, das Fleisch muss nun vier Tage durchziehen. Dabei bitte gelegentlich wenden.

– Am vierten Tag wird das Fleisch eine Stunde vor der Zuberietung aus der Beize genommen und abgetropft. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer einwürzen.
– Das Gemüse und der Gewürzbeutel werden von der Marinade abgegossen.
– Von der Marinade aus Wein und Balsamico werden 500 ml abgemessen und dann mit dem Rinderfond und dem Wasser aufgegossen.
– Den Ofen bitte auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
– Es wird nun zuerst das Fleisch in dem Bräter mit Butterschmalz von jeder Seite angebraten.
– Nun anschließend das Gemüse aus der Beize im Bräter anbraten.
– Dann das Paprikamark dazugeben und auch scharf anbraten.
– Nun die Flüssigkeit in den Bräter gießen und das Fleisch hineinlegen. Dieses schmort nun unter gelegentlichen Wenden für 2 Stunden.
– Nach der Schmorzeit das Fleisch aus dem Bräter nehmen, und zurück in den ausgeschaltenen Ofenen zum Nachziehen.
– Die Soße durch einen Sieb oder durch die Flotte Lotte passieren und auf einen halben Liter einreduzieren lassen. Sollte die Sauce noch nicht die gewünschte Konsistenz haben, dann mit einer Mischung aus Mehl und Wasser eindicken bis diese erreicht ist.
– Den Braten aus dem Rohr nehmen und in Scheiben schneiden.

Fertig ist der Sauerbraten vom Reh. Lasse ihn Dir schmecken. Bei uns gab es dazu selbstgemachte Spätzle und Blaukraut. Es war in meinen Augen ein Festmahl – und auch der Familie hat es geschmeckt.