Archiv der Kategorie: Einkochen/Einwecken

Bunte Tomatenkiste

Tomatenketchup – Ketchup selbstgemacht

Jetzt im Herbst heißt es fleißig das Obst und Gemüse einkochen, damit die Vorratskammer für die kalte Jahreszeit gut gefüllt ist. Das hat zwei Vorteile. Zum Einen kann man den ganzen Winter und das Frühjahr über seine eigenen Produkte genießen. Das zweite ist, dass es für mich wirklich so richtige Entspannung ist, wenn ich meine eigenen Sachen aus dem Garten einkoche. Ach ja und man hat ab und zu auch mal kleine Mitbringsel, die nicht alltäglich sind.

Hier nun noch ein neues Rezept für die Vorratskammer. Aktuell ist die Tomatensaison noch nicht ganz abgeschlossen. Unsere eigenen Tomaten sind schon verarbeitet, aber bei meinen Schwiegereltern ist es anders. Heute war ich als Tomatenklau unterwegs und habe mir mal schnell ein Kilo Tomaten geholt. Daraus wurde dann der selbstgemachten Ketchup hergestellt, hierzu gleich das Rezept.

Tomatenketchup

Zutaten:
1000 g geviertelte Tomaten
180 g rote Paprika in Stücken
130 g rote Zwiebeln, halbiert
2 Knoblauchzehen
100 g Weißweinessig
1 Prise Muskat
10 Senfkörner
10 schwarze Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
1 TL Paprika, rosenhscharf
1 TL Salz
100 g Honig

Kochzeit:
60 Minuten

Zubereitung:
– Das Rezept ist wieder für den Thermomix, aber du kannst es auch gut in einem Topf umsetzen, und die Masse entweder mit einem Standmixer oder dem Stabmixer pürieren.
– Die Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und die Hälfte des Weißweinessigs in den Mixtopf geben und innerhalb von fünf Sekunden auf Stufe 7 zerkleinern.
– Die Mischung dann 40 Minuten, Varoma, Stufe 2 einkochen. Dabei aber nicht den Messbecher zum Verschließen des Deckels verwenden, sondern den Gareinsatz als Spritzschutz auf den Mixtopfdeckel stellen.
– Nach Ablauf der Zeit den restlichen Weißweinessig, die Gewürze und den Honig hinzugeben. und erneut 20 Minuten, Varoma, Stufe 2 einkochen, bis die Mischung dickflüssig und gebunden ist. In diesem Schritt den Messbecher zum Verschließen verwenden.
– Nun den Tomatenketchup 1 Minute bei Stufe 10 pürieren und in zuvor sterilisierte Schraubgläser füllen.

Apfelstrudel

Kaum ist der Urlaub vorbei geht es leider auch schon ganz rapide in den Herbst. Die Tage werden kürzer, morgens wenn man in die Arbeit fährt ist schon wieder Nebel – die Autoscheiben sind morgens beschlagen und man friert zum ersten Mal wieder im Bad, weil die Fenster ja durchgehend offen stehen. Das sind alles Zeichen dafür, dass der Herbst gekommen ist. Und mit dem Herbst ist auch die Apfelernte aktuell.

Seit diesem Frühjahr haben wir wieder Obstbäume – Säulenobst. Da wir die „alten“ Bäume von Bekannten bekommen haben und diese auch das Umsetzen gut weggesteckt haben, konnten wir schon die erste Apfelernte vornehmen. Neben dem direkten Verzehr habe ich auch einen Strudel daraus gemacht. Aber es ist nicht nur ein Apfelstrudel sondern es ist ein Apfelstrudel mit Mandeln, ein paar Pfirsichen, etwas Marzipan und „Wodkarosinen“.

Strudel mit Äpfel und Nüssen

roher Strudelteig mit der Apfel-Nuss-Füllung

Aber nun zu dem Strudel. Meinen Teig habe ich wieder mit dem Thermomix hergestellt, und auch die Füllung für den Apfelstrudel.
Beim Strudel gehen natürlich die Meinungen auseinander. Den Apfelstrudel mit oder ohne Rosinen, das ist hier die Frage. Bei uns im Haushalt scheiden sich an diesen Punkt die Meinungen, so dass es zwei Strudel gibt – einer ohne und einer mit Rosinen.

Apfelstrudel

Apfelstrudel

Apfelstrudel

Zutaten:
370 g Mehl (Typ „Wiener Griessler“)
1 Ei
40 g Sonnenblumenöl
120 g lauwarmes Wasser
10 g Essig
1/2 TL Salz

750 g Äpfel
250 g Pfirsiche
150 g ganze Mandeln
100 g Zucker
30 g Vanillezucker
15 g Zitronensaft
75 g Sahne
75 g Sauerrahm
2 TL Zimt
100 g Marzipan
70 g Rosinen
etwas Wodka


Ofeneinstellung:

180 Grad Ober-/Unterhitze


Backzeit:

50 Minuten

Zubereitung:
– Zuerst werden die Rosinen in eine kleine Schüssel gegeben und mit Wodka übergossen, so dass diese bedeckt sind.
– Alle Zutaten für den Teig in den Mixtopf des Thermomixes geben und auf der Teigstufe innerhalb von 2 Minuten zu einem Teig verarbeiten.
– Den Teig dann in einen Gefrierbeutel und im Kühlschrank für zwei Stunden kalt stellen.

– In der Zwischenzeit die Äpfel und die Pfirsiche putzen und vierteln. Wer möchte kann die Äpfel auch schälen.
– Nun die Zutaten für die Füllung (ohne dem Marzipan) in den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 4 zerkleinern.
– Die Butter in den Mixtopf geben und innerhalb von 2 Minuten bei 80 Grad auf Stufe 2 schmelzen lassen.
– Den Ofen nun vorheizen und eine Bratreine mit Butter ausfetten.
– Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und dann mit der Hand weiter ziehen. Nun 2/3 der geschmolzenen Butter auf dem Teig verteilen.
– Die Füllung auf dem ausgerollten Teig verteilen.
– Darauf die eingelegten Rosinen geben und dann das Marzipan in Streuseln darauf verteilen. Die Seiten des Apfelstrudels nun einschlagen und eine Rolle formen.
– Die Rolle wie ein Hufeisen in die Bratreine legen.
– Die restliche Butter mit der Milch verrühren und den Strudel damit vor und während des Backens bestreichen.

Der Strudel kann nun warm oder auch kalt serviert werden.

Apfel-Nuss-Strudel

fertig gebackener Apfelstrudel

Apfelstrudel

Apfel-Nuss-Strudel

Pizzaiola

Auf Facebook habe ich Dir ja schon verraten, dass ich vergangenen Sonntag fleißig Tomatensoße eingekocht habe. Diese verwenden wir in der tomatenlosen Zeit um Bolognese, Tomatensoße, Pizza etc. herzustellen. Es ist eine Grundsoße, welche dann je nach eigenem Geschmack verändert werden kann. Ich denke, dass es einige Kilo Tomaten waren. Es dürfte nun eine der letzten großen Ernten gewesen sein. Der Rest wird nur mehr zu Tomatensalat oder einer schnellen Tomatensoße zur Pasta verarbeitet.

Bunte Tomatenkiste

Tomatenernte

Pizzasoße

Für die Pizzaiola habe ich die Tomaten abgeerntet und diese geputzt und klein geschnitten.
Die Tomaten in einem großen Topf mit etwas Rohrohrzucker und Salz und Pfeffer sowie Knoblauch ansetzen.
Dann etwas Tomatenmark hinzugeben und einmal die Kräuterspirale plündern. Ich habe Thymian, Oregano, Petersilie, Rosmarin klein gehackt und mitköcheln lassen.
Die Tomaten auf kleiner Stufe für ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Anschließend die Soße mit dem Pürierstab oder in einem Mixgerät zerkleinern und erneut 10 Minuten köcheln lassen, so dass die Soße richtig dick wird.
Bei Bedarf nochmals abschmecken und dann in die zuvor sterilisierten Gläser mit Hilfe eines Trichters umfüllen.
Ich lasse die Gläser dann im Ofen Vakuum ziehen, so dass ich mit der Haltbarkeit kein Problem bekomme.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Einkochen der Tomaten und vielleicht hast Du ein Rezept für mich, denn ein paar habe ich noch an den Stauern.

PS: Was machst Du mit grünen Tomaten, welche nicht mehr wirklich nachreifen wollen. Hier habe ich in einen der nächsten Beiträge etwas für Dich.

Minzsirup

Ich habe mir für dieses Jahr auf die Fahne geschrieben, so viel als möglich selbst zu machen. Neben dem selber machen zählt dann auch dazu, viel neues auszuprobieren. Daher gibt es heute einen Minzsirup. Diesen verwende ich unter anderem dazu, dass ich eine Zitronenlimonade herstelle.

Zu dem Minzsirup kam ich, durch unsere Kräuterspirale. Wir brauchen schon viele Kräuter aber es gibt auch immer wieder welche, die nicht so oft passen oder die für den Eigenverbrauch zu schnell wachsen. So ging es uns auch mit der Minze.

Was macht man mit Minze? Natürlich ins Wasser geben oder in den Hugo, aber ansonsten? Da kam mir die Idee für den Sirup.

Ich verwende meinen Sirup entweder, um diesen in heißes Wasser zu geben (zum Frühstück) oder als Erfrischung in kaltes Wasser oder auch für selbstgemachtes Eis. Demnächst folgt noch eine Variante um Limonade herzustellen.

Minzsirup

Zutaten:
50 g frische Minzblätter
1 Zitrone
250 g Zucker
1 gestrichener TL Salz
600 ml Wasser

Zubereitung:
– Die Minzblätter von den Stängeln zupfen, waschen und in der Salatschleuder trocken schleudern.
– Die Zitrone halbieren und auspressen.
– Die Minzblätter mit dem Zitronensaft, Zucker und Salz in einen Topf geben und mit einem Stößel zerdrücken. Dadurch wird die Struktur der Minze aufgebrochen und das Minzöl kann austreten.
– Diese Mischung nun mit geschlossenen Deckel für 24 stehen lassen.
– Am nächsten Tag das Wasser aufkochen.
– Dieses über die Minz-Mischung gießen und weitere 24 Stunden mit geschlossenen Deckel stehen lassen.
– Am dritten Tag den Sirup durch ein Sieb, welches mit einer Mullwindel ausgelegt ist, in den Mixtopf des Thermomixes gießen. Den Sirup nun für 15 Minuten, Stufe 2, 100 °C  kochen lassen.
– In der Zwischenzeit werden Flaschen vorbereitet und sterilisiert.
– Den fertigen Sirup in die vorbereiteten Flaschen füllen, fest verschließen und auf den Kopf stellen.
– Diesen nun vollständig auskühlen lassen.

Wichtig ist, dass du den Topf immer mit einem Deckel verschließt, da ansonsten die komplette Wohnung nach Minze duftet.

Limettensirup

Wie gehst Du denn mit der Hitze um? Bei uns ist es so, dass wir gerade am Wochenende vormittag alles erledigen, was zu erledigen ist und dann ab dem Nachmittag sind wir im Pool zu finden.
Wenn es so warm ist, muss jedoch auch jede Menge getrunken werden und daher gibt es bie uns diverse Sirups, welche Mineralwasser verfeinern. Heute möchte ich Dir einen Limettensirup vorstellen. Diesen verwenden wir entweder auch um das Wasser zu verfeinern oder um einen alkoholfreien Caipi zu machen. Das Rezept für den Caipi bekommst Du im nächsten Post, versprochen.

Limettensirup

Zutaten:
5 Bio-Limetten, sollten 150 ml Limettensaft ergeben
300 g Zucker
350 ml Wasser

Zubereitung:
– Die Limetten zuerst heiß abspülen und dann von 2 der Limetten die Schale abreiben.
– Alle Limetten halbieren und auspressen. Der Saft muss 150 ml ergeben. Sollten es zu wenig Limetten sein, einfach noch eine dazu nehmen.
– Den Limettensaft mit dem Zucker, dem Limettenabrieb und dem Wasser in den Mixtopf des Thermomixes geben und 20 Minuten, Stufe 2, 100 °C kochen.
– Während der Kochzeit Flaschen vorbereiten und sterilisieren
– Den noch warmen Sirup in die vorbereiteten Flaschen füllen und gut verschließen.

Schon ist der Sirup fertig und kann nun verbraucht werden. Lass es Dir schmecken und nutze diese Art, dein Wasser zu verfeinern.

Rosensirup

Geniesst Du die Tage auch so wie ich. Ich liebe es, wenn ich durch unseren Garten gehe und feststelle, was sich alles verändert. Damit ich möglichst viel einfangen kann und es mir mit in die nächsten Jahreszeiten nehmen kann, habe ich begonnen so viel wie möglich einzukochen.
Dazu zählt auch der Rosensirup. Da die Zeit, wenn Rosen so richtig schön duften nur relativ kurz ist, habe ich mir diesen Duft nun konserviert.

Sirup aus Rosen

Rosensirup

Rosensirup ist eigentlich ganz zügig zubereitet und schmeckt am Besten, wenn er gekühlt mit spritzigem Mineralwasser aufgegossen wird. Bislang habe ich meinen nur hierfür verwendet, ich denke aber, dass sich auch gut damit backen lässt oder mal eine Zuckerglasur damit angerührt werden kann.
Für meinen Rosensirup habe ich Gartenrosen verwendet. In diesem Fall die meiner Schwiegermutter, weil ich meine Rosen nicht in der Blüte abschneiden wollte.
Für den Rosensirup sollten die Blüten, wie auch schon beim Fliedersirup, ein paar Tage ohne Regen sein und weit geöffnet, damit man das Beste Aroma rausholen kann.

Rosensirup

Zutaten:
50 g Rosenblätter
350 g Zucker
500 ml Wasser
1/2 Bio-Zitrone

Zubereitung:
– Ich habe zuerst das Wasser mit dem Zucker im Thermomix für 20 Minuten, 100 Grad, Stufe 2 kochen lassen.
– In der Zwischenzeit die Rosenblätter von den Blüten pflücken.
– Die Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen und anschließend in dünne Scheiben schneiden.
– Den gekochten Zuckersirup in eine verschließbare Schüssel gießen und die Rosenblätter sowie die Zitrone darauf geben. Alles unterrühren, so dass die Blütenblätter gut mit Zuckersirup bedeckt sind.
– Die Schlüssel verschließen und für 3 – 4 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Immer mal wieder umrühren.
– Nach der Ziehzeit habe ich den Sirup durch ein mit einer Stoffwindel* ausgelegten Sieb abgegossen.
– Den Sirup erneut in den Thermomix geben und für 15 Minuten, 100 Grad, Stufe 2 kochen lassen.
– Der fertige Sirup kann nun in vorbereitete, sterilisierte Flaschen abgefüllt werden.

* Ich finde die Stoffwindel bietet die beste Möglichkeit, um diese als Passiertuch zu nutzen. Ich habe Stoffwindel geviertelt, da diese dann besser im Sieb Platz haben und handlicher sind.

Tomatengrillsauce

Ein paar Hauptgerichte zum Grillen gab es in den vergangenen Beiträgen ja schon. Heute möchte ich Dir ein Rezept für eine relativ fix zubereitete Grillsauce auf Basis von Tomaten vorstellen. Diese kannst Du je nach dem eigenen Schärfeempfinden noch mit etwas Chilli würzen.

Sauce zum Grillen & Chillen

Sauce zum Grillen & Chillen

Tomatengrillsauce

Zutaten:
250 g Schalotten
3 Knoblauchzehen
50 g Knollensellerie
25 g Öl
1 kg Fleischtomaten (Ochsenherzen)
1 TL Salz
1/4 TL Pfeffer
1 Prise frisch gemahlene Muskatnuss
1 Piment
1/2 TL Koriander
1 TL Paprikapulver
10 Spritzer Worcestersauce
1/2 TL Chillipulver

80 ml Weißweinessig
40 g Rohrohrzucker

4 Gläser á 400 ml

Zubereitung:
– Zuerst werden die Schalotten, der Knoblauch und der Knollensellerie geschält.
– Die Zwiebeln und den Knoblauch in den Mixtopf des Thermomixes geben und für 5 Sekunden, Stufe 5 zerkleinern.
– Alles nach unten auf den Boden schieben, Knollensellerie und das Olivenöl hinzugeben und für 3 Minuten, Varoma, Stufe 2 andünsten.
– In der Zwischenzeit die Tomaten waschen, putzen und in Würfel schneiden.
– Es werden nun die Tomaten hinzugegeben. Dies alles bei 100 °C, Stufe 2 für 10 Minuten aufkochen lassen.
– In der Zwischenzeit werden die Gewürze im Mörser gemahlen.
– Nach Ablauf der Zeit werden die Gewürze sowie die Worcestersauce und das Chillipulver hinzugegeben. Die Masse für 10 Sekunden auf Stufe 8 pürieren, dadurch spart man sich auch das Schälen der Tomaten.
– Die Sauce nun für 55 Minuten, 80 °C auf Sanftrührstufe köcheln lassen. Hier den Garkorb als Spritzschutz aufsetzen.
– Während die Grillsauce einkocht werden die drei Gläser vorbereitet und sterilisiert.
– Abschließen werden der Essig und der braune Zucker untergerührt und die Grillsauce erneut aufgekocht – 10 Minuten, 100 °C, Stufe 1.
– Die heiße Grillsauce wird mit Hilfe eines Trichters in die vorbereiteten Gläser abgefüllt und diese sofort verschlossen.

Lass Dir dein Grillgut schmecken und genieße die Sauce dazu. Schönen Tag noch.

Fliedersirup

Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr so viel wie möglich auszuprobieren. Dazu zählt auch der Fliedersirup. Nachdem ich vergangenes Jahr die Saison verpasst habe, war ich dieses Jahr anscheinend genau richtig dran.
Als Tipp kann ich Dir mitgeben, versuche wirklich einen „echten“ Flieder (und nicht die wild gewachsenen) zu finden, denn von diesem sind die Blüten wesentlich größer und auch die einzelnen Dolden sind voluminöser. Zudem ist es ratsam die Dolden abends abzuschneiden, wenn diese nochmals einen ganzen Tag Sonne bekommen haben. Die Dolden sollten noch in voller Blüte stehen.
Noch ein Tipp, je dunkler die Blütenfarbe ist, desto mehr Farbe nimmt der Sirup an – ändert aber nichts am Geschmack. In meinem Fall war es ein dunkellila Flieder und der Sirup wurde rötlich.

Fliedersirup

Fliedersirup

Fliedersirup

Zutaten:
10 Flieder-Dolden
1000 g Wasser
1000 g Zucker
2 Pckg. Zitronensäure
2 Biozitrone

Zubereitung:
– Zuerst kochst Du den Zuckersirup. Ich habe dies im Thermomix gemacht, denn dort wird die Flüssigkeit gleichmäßig erhitzt und gerührt. Hierfür das Wasser mit dem Zucker in den Mixtopf geben und 20 Minuten, Varoma und Stufe 2 einköcheln lassen.
– In der Zwischenzeit die Blüten abzupfen und in einer Schüssel sammeln.
– Nach Ablauf der Zeit die Zitronensäure zu dem Zuckersirup geben (Achtung das schäumt) und dann erneut 5 Sekunden auf Stufe 2 verrühren.
– Den Zuckersirup abkühlen lassen und anschließend über die Fliederblüten gießen.
– Diese Mischung nun verschlossen für 2 Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen und immer mal wieder umrühren.
– Nach zwei Tagen werden die beiden Zitronen heiss gewaschen und in Scheiben geschnitten. Diese dann zu dem Ansatz geben und für weitere zwei Tage ziehen lassen.
– Nach den vier Tagen wird der Fliedersirup durch ein Passiertuch (oder eine Stoffwindel) abgesiebt und anschließend kurz stark erhitzt. Den Sirup nicht erneut aufkochen, denn dadurch verliert er Geschmack.
– Den erhitzten Sirup in bereits vorbereitete sterilisierte Flaschen abfüllen.

Der Sirup schmeckt gut in Wasser oder ich in einem Glas Sekt. Es wird wirklich ganz wenig von dem Sirup benötigt, ich denke die Mischung ist bei 1:10.
Ich wünsche Dir viel Vergnügen beim Nachkochen und bleib offen für Neues.

Gruß aus der Küche

Ajvar

Zum Grillen gehört für uns auch immer Salat, Beilagen und Saucen dazu.
Heute möchte ich Dir eine Paprikasauce vorstellen, welche wir aus unseren Urlauben am Mittelmeer kennen. Eigentlich gibt es die auch schon in den meisten Supermärkten, aber nachdem das selbstgemachte doch immer besser ist, heute die homemade Variante.

Paprikasoße

Ajvar

Ajvar – Paprikasauce

Zutaten:
5 rote Paprika
3 Knoblauchzehen
50 g Olivenöl
1 TL Salz

Wer es würzig mag noch eine kleingeschnittene Chilli oder getrocknete Chilliflocken aus der Vorjahresernte.

Zubereitung:
– Zuerst werden die Paprikas geputzt und in Viertel geschnitten.
– Diese werden dann auf den Grill gelegt, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft. Dann vom Grill nehmen und in eine Plastiktüte/Gefrierbeutel zum Auskühlen geben.
– Wenn die Paprika abgekühlt sind, wird Ihnen die Haut abgezogen.
– Dann den Knoblauch in den Mixtopf des Thermomixes gegeben. Diesen bitte innerhalb von 3 Sekunden auf Stufe 8 zerkleinern.
– Als nächstes wird der Paprika dazugegeben und dieser auch innerhalb von acht Sekunden auf Stufe 5 zerkleinert.
– Anschließend die Masse innerhalb von 20 Minuten, Stufe 2 auf 100 °C garen
– Nun kommt das Salz, das Öl und die kleingeschnittene Chilli hinzu und es wird nochmals weitere 10 Minuten , Stufe 2 auf 100 °C gegart.

In der Zwischenzeit habe ich meine Gläser (3 Stück á 212 ml) im Dampfgarer sterilisiert.

– Es wird nun das heiße Ajvar in die Gläser gefüllt. Diese werden sofort verschlossen, damit sich das Ajvar noch ein paar Wochen hält (vorausgesetzt es wird nicht gleich alles aufgegessen).

Ich hoffe Du bist von der Sauce auch so begeistert. Wünsche ein schönes Grillen.

Noch ein Tipp. Sollte es Dir zuviel Aufwand sein, die Paprikas zu grillen und zu häuten, kannst Du auch die bereits gegrillten und in Öl eingelegten Paprikas verwenden (auch gut wenn es mal schnell gehen muss).

Gruß aus der Küche

Rhabarber-Apfel-Sirup

Im gestrigen Beitrag habe ich Dir ja schon einen Rhabarbersirup vorgestellt. Heute gibt es eine Abwandlung davon, einen Rhabarber-Apfel-Sirup.

Rhabarber roh

Rhabarbersirup

Apfel-Rhabarber-Sirup

Da wir im Herbst unsere Äpfel zum Saften bringen, habe ich hierfür eigenen trüben Apfelsaft verwendet und komme so gleich in den doppelten Genuss. Zum Einen von meinem neuen Freund dem Rhabarber und zum Anderen von unserem Apfelsaft.

Mia vom Kochkarussell hat zu dem Blogevent „Rhabarberglück“ aufgerufen. Ich denke, hier reihe ich mich in guter Gesellschaft ein und Du bekommst ganz viele Ideen was man aus Rhabarber alles machen kann.

Kochkarussell Rhabarberglück

Hast Du im übrigen gewusst, dass man Rhabarber ebenso wie den Spargel nach dem Johannitag (24.06.) nicht mehr ernten soll. Bis dahin haben wir aber noch eine Weile und daher heute mein Rhabarber-Apfel-Sirup.

Rhabarber-Apfel-Sirup

Zutaten:
375 g Apfelsaft naturtrüb
750 g geputzer Rhabarber
100 g Zucker
50 g Vanillezucker selbstgemacht
1/4 TL Zitronensäure

Zubereitung:
– Den Rhabarber waschen und putzen und in fingerdicke Stücke schneiden.
– In den Mixtopf des Thermomixes den Apfelsaft geben und dann den Rhabarber dazu. Dies nun innerhalb von 10 Minuten, Stufe 1, 100 °C aufkochen lassen. Hier den Garkorb als Spritzschutz verwenden.
– Dann weitere 5 Minuten bei 90 °C und Stufe 1 köcheln.
– Anschließend den Rhabarber durch eine flotte Lotte geben und den Saft in einer Schüssel oder in einem Topf auffangen.
– Den Saft zurück in den Mixtopf und mit dem Zucker, Vanillezucker und der Zitronensäure für erneut 8 Minuten, Stufe 1, 100 °C kochen lassen.
– Den Sirup noch heiß in bereits vorbereitete und sterilisierte Flaschen abfüllen und sofort verschließen.

– Die Lagerung sollte an einem möglichst dunklem Ort erfolgen.

Lass Dir den Sirup schmecken und genieße die vielen Rhabarberideen.

Schönen Sonntag.